Den EM-Final im Visier

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Obwohl die Schweizer Faustball Nationalmannschaft zuletzt drei Testländerspiele verloren hat, strebt die Mannschaft von Trainer Oliver Lang an der Europameisterschaft in Adelmannsfelden (De) den Final an.

Drei Testländerspiele hat die Schweizer Faustball Nationalmannschaft im August als Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Adelmannsfelden bestritten. Zwei Mal spielte man gegen Deutschland, einmal gegen Österreich. Diese beiden Nationen sind denn auch die härtesten Konkurrenten im Kampf um die Medaillen an der Europameisterschaft. Von den drei Testspielen konnte die Schweizer Nationalmannschaft allerdings keines gewinnen. Gegen Deutschland verlor man 1:4 und 3:4, gegen Österreich verspielte man eine 2:0-Führung und unterlag mit 2:4. 
Entsprechend war Trainer Oliver Lang nicht zufrieden mit den Auftritten seiner Mannschaft. «Das waren keine guten Testspiele», sagt er. «Wir haben einige Spieler, die noch nicht in der Form sind, wie wir uns das wünschen. Und vor allem ist unsere Abwehr noch nicht ganz sattelfest. Da macht sich der verletzungsbedingte Ausfall von Kevin Kohler und die Rücktritte in den letzten Jahren bemerkbar.» Das Hauptproblem aus der Sicht von Oliver Lang ist die fehlende Spielpraxis der Abwehrspieler auf internationalem Topniveau. «Entweder sind sie in ihren Vereinen Ersatzspieler oder sie spielen nicht in einem Spitzenteam, das auch international vorne mithalten kann.» 

Auftakt gegen Österreich
Trotzdem reist die Schweiz mit Ambitionen an die EM nach Adelmannsfelden. Schliesslich hat sich die Nationalmannschaft in den letzten sechs Jahren an jedem Grossanlass für den Final qualifiziert und sich so als Nummer zwei hinter Deutschland etabliert. «Nach fünf zweiten Plätzen in Folge will man natürlich endlich wieder einmal einen Titel holen. Uns ist aber klar, dass das sehr schwierig werden wird. Wir würden daher bereits die Finalqualifikation als Erfolg verbuchen», so Lang. «Sollten wir allerdings den Final verpassen, wäre das für uns eine Enttäuschung.»
Das Schweizer Team wird am Donnerstag anreisen, ein gemeinsames Abschlusstraining bestreiten und dann am Freitag ins Turniergeschehen eingreifen. Zum Auftakt der europäischen Titelkämpfe duelliert sich die Schweiz mit Österreich. Ebenfalls in der Gruppe sind Italien und Gastgeber Deutschland. «Deutschland ist der Favorit auf den Titel. Gemeinsam mit Österreich sind wir die grössten Herausforderer», analysiert Lang die Ausgangslage. Nach den Gruppenspielen am Freitag finden am Samstag die Kreuz- und Halbfinalpartien statt, ehe am Sonntag die Medaillenplätze vergeben werden.

 

Spielplan:
Faustball. Männer. Europameisterschaft in Adelmannsfelden (De). Gruppe A: Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien. – Gruppe B: Tschechien, Serbien, Polen, Belgien, Holland, Dänemark. –Auftaktspiel am Freitag: Schweiz vs. Österreich (11:45 Uhr), die weiteren Vorrundenpartien ergeben sich aufgrund der Resultate der Auftaktpartien.

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