0:4-Niederlage: Österreich zu stark für die Schweiz

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball


Beim Testländerspiel der Schweizer Faustball Nationalmannschaft gegen Österreich müssen sich die Gastgeber mit 0:4 geschlagen geben. Vor allem die Hintermannschaft bekundete Mühe, dem Druck der Österreicher standzuhalten und ins Spiel zu finden.

Das Schweizer Team begann die Partie mit dem Angriffsduo Tim Egolf und Marcel Haltiner, der sein Debüt im Dress der Nationalmannschaft gab. In der Mitte übernahm Zuspieler Rico Strassmann die Verantwortung und als Abwehrspieler liefen Yanick Linder und Nicolas Fehr auf. Fehr führte die Schweizer gar als Captain aufs Spielfeld. «Ich habe Anfang Woche erfahren, dass ich als Captain auflaufen darf. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl und eine riesen Ehre, von der ich nie geträumt hätte», sagt Fehr.

Mühe in der Abwehr
Das Spiel verlief dann aber nicht so, wie sich Fehr das für seine Premiere als Captain gewünscht hat. Die Schweizer bekundeten Probleme damit, die Serviceschläge von Österreichs Routinier Jean Andreoli zu entschärfen. Und auch als Karl Mühlehner im Verlauf des Spiels den Anschlag übernahm, blieb das Geschehen unverändert. Daran vermochten auch die Wechsel in der Abwehr der Schweizer nichts zu ändern. Silvan Jung spielte zwischenzeitlich für Rico Strassmann, Christoph Mächler ersetzte Yanick Linder und auch Leon Heitz kam an Stelle von Nicolas Fehr zum Einsatz. Auch im Angriff wechselten die Schweizer. Ab Satz Nummer zwei spielte Joël Fehr an der Seite von Tim Egolf, wobei der Angreifer des STV Oberentfelden sowohl den Service als auch den Rückschlag übernommen hat.

Tim Egolf überzeugt
Die ersten drei Sätze liefen allesamt nach demselben Muster ab. Die Österreicher konnten früh vorlegen und mit komfortablem Vorsprung durchspielen. So gewannen sie diese drei Sätze jeweils mit 11:8. Etwas enger ging es in Satz Nummer vier zu und her, wo sich die Schweizer auch erstmals eine Führung erarbeiten konnten. Am Ende aber behielten die Österreicher die Nerven und gewannen auch diesen Durchgang mit 12:10. «Es ist schade, dass wir es übers ganze Spiel nicht schaffen, Defensiv auf Augenhöhe mit den Österreichern zu spielen. Leider waren wir auch am Zuspiel oft zu wenig mutig», bilanzierte Oliver Lang, wand jedoch zugleich seinem Angreifer Tim Egolf ein Kränzchen. «Tim hat ein sensationelles Länderspiel gezeigt. Mit einer solchen Leistung im Angriff sollten wir eigentlich ein oder zwei Sätze gewinnen können.»

Auf dem richtigen Weg
Trotz der klaren Niederlage zieht Oliver Lang ein positives Fazit vom Zusammenzug der Schweizer Nationalmannschaft in Schlieren. «Wir haben einen tollen Teamspirit in der Mannschaft und konnten – so komisch das nach dieser Niederlage klingen mag – einen weiteren Schritt nach vorne machen. Es ist aber auch klar, dass es noch viel Arbeit braucht, bis wir auf dem gewünschten Niveau sind.»

Resultat:
Schweiz vs. Österreich 0:4 (8:11, 8:11, 8:11, 10:12)

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