«Die Kurswoche ist der perfekte Startschuss in die Nachwuchsarbeit»

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Bild: Fabio Baranzini / Swiss Faustball


Vom 4. bis 9. Oktober findet in Egnach die J+S-Grundausbildung Faustball statt, die vom Sportamt Thurgau organisiert wird. Doch was genau lernen die künftigen Leiterinnen und Leiter dort genau und wie sieht die Kurswoche aus? Wir haben bei Elmar Bonetti und Fabienne Eglauf nachgefragt, die für die Hauptleitung des Kurses verantwortlich sind.

Welches Vorwissen und welches Spiellevel müssen die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des J+S-Grundkurs mitbringen?
Elmar: Alle Teilnehmenden müssen mindestens 18 Jahre alt sein und bringen idealerweise man schon erste Erfahrungen als Trainer mit. Das ist aber keinesfalls Pflicht. Wichtig ist, dass man selber aktiv Faustball gespielt hat und entsprechende Grundkenntnisse hat.
Fabienne: Und wir gehen davon aus, dass die Teilnehmenden Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und sich zutrauen, selber Nachwuchstrainings zu leiten.

Der Grundkurs dauert eine Woche – was steht denn da alles auf dem Programm?
Fabienne: Wir haben ein sehr abwechslungsreiches Programm, wobei wir viel Wert darauflegen, dass sich Theorie und Praxis abwechseln. Wir vermitteln im Kurs in erster Linie die Grundlagen der Leitertätigkeit, der Trainingslehre und der Planung. Wichtig sind aber auch die Informationen zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, sowie die faustballspezifischen Grundlagen.
Elmar: Die Teilnehmenden lernen, wie man eine Trainingslektion aufbaut und diese je nach Alter und Spielniveau der Kinder und Jugendlichen anpasst. Wichtig ist auch, dass sie die Fähigkeit erwerben, Störfaktoren im Training zu erkennen und zu behandeln. Alle Teilnehmenden erhalten viele Übungsbeispiele und Inputs, so dass sie auch selber etwas ins Schwitzen kommen.

«Mit dem Grundkurs möchten wir uns auch gezielt an Vereine wenden, die derzeit noch keine Nachwuchsarbeit betreiben.»

Fabienne Eglauf, Hauptleiterin J+S Grundkurs

Wer leitet den Grundkurs?
Fabienne: Die Hauptleitung haben Elmar und ich. Wir werden mit Lukas Lässer und Simon Forrer zudem noch zwei weitere Faustballkenner dabei haben, die einige Lektionen halten. Die beiden absolvieren derzeit den zweiten Teil ihrer Expertenausbildung.

Warum empfehlt ihr jemandem, den J+S-Grundkurs zu besuchen?
Elmar: Jeder der schon Nachwuchstrainings leitet oder in Zukunft leiten möchte, nimmt aus diesem Kurs einen grossen Erfahrungsschatz mit. Zudem macht diese Kurswoche auch einfach sehr viel Spass. Man knüpft neue Kontakte und kann sich eine Woche lang in seiner Lieblingssportart austoben.
Fabienne: Natürlich spielt bei der Ausbildung auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle. Die Vereine erhalten Subventionen vom Bund für Trainings, Wettkämpfe und Lager, die von J+S-Leitern durchgeführt werden. Dafür brauchen die Vereine also Personen, die den J+S-Grundkurs absolviert haben. Mit dem Grundkurs möchten wir uns auch gezielt an Vereine wenden, die derzeit noch keine Nachwuchsarbeit betreiben. Die Kurswoche ist der perfekte Startschuss in die Nachwuchsarbeit.

Warum ist es für den Schweizer Faustballsport so wichtig, dass möglichst viele Personen den J+S-Grundkurs besuchen?
Elmar: Ganz einfach: Je mehr ausgebildete und motivierte Leiter wir haben, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich auch aktiv im Nachwuchsbereich engagieren. Nur so können wir unsere coole Sportart in der Schweiz erhalten und den Nachwuchs stärken.

Wie viele Teilnehmer erwartet ihr in dieser Kurswoche?
Fabienne: Aktuell haben sich acht Personen angemeldet. Wir hoffen, dass wir den Kurs im Oktober füllen und 16 neue Leiterinnen und Leiter ausbilden können. Meldet euch unbedingt an. Ihr werdet garantiert eine tolle Woche erleben und euer Wissen erweitern können.

Anmeldung: Wende dich bitte an deinen J+S-Coach oder den Verantwortlichen in deinem Verein. Sie können dich für den Grundkurs anmelden.

Zurück