Die Schweiz will trotz Aussenseiterrolle in den EM-Final

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball


Am Freitag beginnt in Kaltern die Europameisterschaft der Faustballer. Die Schweizer Männer wollen sich nach der verpassten Medaille an der Heim WM in Winterthur rehabilitieren und den Final erreichen.

Drei Jahre – so lange ist es her, seit letztmals ein internationaler Faustball Grossanlass der Männer über die Bühne ging. Damals im Sommer 2019 verpassten die Schweizer an der Heim Weltmeisterschaft in Winterthur die Medaillen und mussten sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Drei Jahre «Vorbereitungszeit» – natürlich primär der Coronapandemie geschuldet – enden diese Woche. Denn am Freitag fällt der Startschuss zur Europameisterschaft in Kaltern (It), die eigentlich schon vor zwei Jahren hätte stattfinden sollen.
Das Nationalteam um das Trainer-Duo Oliver Lang und Stephan Jundt hat sich über Pfingsten mit einem Zusammenzug in Magglingen den letzten Schliff für das erste Faustball-Highlight in diesem Jahr geholt. «Es ging uns darum, die Spieler mental für die EM bereit zu machen und die Stammformation für das Turnier zu finden», sagt Nationaltrainer Oliver Lang.

Stamm-Fünf für die EM
Lang, der vor wenigen Wochen sein 100. Länderspiel als Trainer der Schweizer Nati absolviert hat, möchte dieses EM-Turnier mit einer klaren Stamm-Fünf bestreiten. Diese zu bestimmen, ist derzeit jedoch gar nicht so einfach, denn Lang hat gleich auf mehreren Positionen die Qual der Wahl zwischen Spielern, die alle gut in Form sind. «Diejenigen Spieler, die in der Meisterschaft starke Leistungen gezeigt haben und mit ihren Teams gut gestartet sind, haben sicherlich gute Karten, sich in diese Stamm-Fünf zu spielen», sagt Lang, der seine Karten vor dem Turnier noch nicht abschliessend auf den Tisch legen möchte.

Am Freitag gehts los
Das Team wird am Mittwoch ins Südtirol reisen und am Donnerstag ein lockeres Training absolvieren, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen. Dieses Training wird allerdings noch nicht auf dem Turniergelände stattfinden, sondern im 30 Fahrminuten entfernten Bozen. Am Freitag dann startet die EM mit den drei Vorrundenspielen. Die Schweiz trifft dabei auf Deutschland, Österreich und Italien. Am Samstag folgen für die Schweizer die Viertel- und Halbfinalpartien.
Die Ausgangslage für das Schweizer Team ist klar. «Wir sind nach dem vierten Platz an der Heim WM klar die Nummer drei hinter den beiden derzeitigen Topteams aus Österreich und Deutschland», sagt Oliver Lang. «Als Aussenseiter wollen wir es aber trotzdem in den EM-Final schaffen. Das ist unser Ziel, auch wenn es alles andere als einfach wird, das zu erreichen.»

 

Das Kader der Schweizer Männer Nationalmannschaft:

Angriff:
Raphael Schlattinger (TSV Calw)
Ueli Rebsamen (Faustball Wigoltingen)
Joël Fehr (FG Elgg-Ettenhausen)
Tim Egolf (STV Oberentfelden)

Aufbau:
Rico Strassmann (FG Elgg-Ettenhausen)
Silvan Jung (FG Rickenbach-Wilen)

Abwehr:
Nicolas Fehr (FG Elgg-Ettenhausen)
Leon Heitz (FG Elgg-Ettenhausen)
Cedric Steinbauer (Faustball Affeltrangen)
Luca Flückiger (Faustball Wigoltingen)

Pikett:
Marcel Haltiner (Faustball Affeltrangen)
Lukas Berger (Faustball Wigoltingen)


Das EM-Programm der Schweizer:
Faustball. Europameisterschaft. Männer. in Kaltern (It). Vorrunde. Freitag 10. Juni, 11:15 Uhr: Schweiz vs. Deutschland. – 15 Uhr: Schweiz vs. Österreich. – 16:15 Uhr: Schweiz vs. Italien. – Samstag, 11 Juni, ab 9 Uhr.Viertelfinals, ab 16:30 Uhr: Halbfinals. – Sonntag, 12. Juni: Finalspiele.

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