Die Schweiz unterliegt Weltmeister Deutschland mit 3:4

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Bild: Fabio Baranzini / Swiss Faustball


Nach drei Länderspielen gegen Österreich stand heute für die Schweizer Faustball Nationalmannschaft das Kräftemessen mit Weltmeister Deutschland auf dem Programm. Bei der Länderspiel Premiere in Schlieren vor 450 Zuschauern setzte es für die Schweizer eine knappe 3:4-Niederlage ab.

Gestern Abend lief es den Schweizern in Jona nicht wie gewünscht. Gegen Österreich kassierte man eine klare 2:4-Niederlage. Für das Team von Trainer Oliver Lang ging es deshalb darum, im letzten Länderspiel dieser intensiven Woche wieder an die gute Leistung vom Mittwochabend in Elgg anzuknüpfen.
Nationaltrainer Oliver Lang schickte zum Auftakt denn auch ausschliesslich Spieler aufs Feld, die bereits in Elgg aufgelaufen waren. Im Angriff begannen Captain Raphael Schlattinger und Tim Egolf. In der Abwehr spielten Yanick Linder, Rico Strassmann und Leon Heitz. In den ersten Ballwechseln dieser Partie meldeten die Schweizer gleich ihre Ambitionen an und punkteten mehrmals sehenswert.

Vom 0:2 zum 2:2
Doch ab der Mitte des Satzes übernahmen die Deutschen das Spieldiktat. Bei den Schweizern fehlte auf allen Positionen das letzte Quäntchen Überzeugung, so dass die ersten beiden Sätze knapp an Deutschland gingen (9:11, 10:12). Auch im dritten Satz waren es zuerst unsere nördlichen Nachbarn, die sich einen kleinen Vorsprung erspielen konnten. So leicht liessen sich die Schweizer dann aber vor eigenem Publikum auf dem gut gefüllten Sportplatz Unterdorf in Schlieren doch nicht abschütteln.
Beherzt kämpften sie sich zurück in die Partie und verwandelten gleich ihren ersten Satzball zum 11:8. Auch im vierten Satz konnten die Schweizer die Intensität hochhalten und waren den Deutschen, die einige Wechsel vorgenommen hatten, überlegen. Mit 11:5 ging der vierte Satz an die Schweizer, die das Spielgeschehen damit ausgleichen konnten.

«Heute ist der Funke auch von uns aufs Publikum übergesprungen und die Zuschauer haben uns getragen. Das hat richtig Spass gemacht.»

Silvan Jung, Nationalspieler

Finalissima in Schlieren
Der fünfte Satz war über weite Strecken ausgeglichen. Ab dem 6:6 waren es dann aber die Deutschen, die sich leicht absetzen konnten. Entsprechend konnten sie sich den fünften Durchgang mit 11:8 sichern. Die Schweizer mussten nun reagieren, wenn sie das Spiel noch drehen wollten. Und das taten sie. Im hart umkämpften sechsten Durchgang behielten sie die Nerven und erzwangen dank einem 12:10 den Entscheidungssatz.
Angefeuert von den lautstarken Schweizer Fans setzten die Schweizer alles daran, die Länderspielwoche mit einem Sieg zu beenden. Der Start in den Entscheidungssatz missglückte jedoch. Die Schweizer lagen beim letzten Seitenwechsel mit 3:6 im Hintertreffen. Diese Hypothek konnten sie nicht mehr wettmachen und mussten den letzten Durchgang mit 5:11 verloren geben. «Am Anfang hatten wir Probleme, ins Spiel zu finden. Je länger die Partie dauerte, hatten wir dann aber den feuchten Boden besser im Griff und konnten das Spiel ausgleichen», so Mittelmann Silvan Jung. «Ganz zum Ende muss man den Deutschen aber gratulieren, denn sie haben in der Defensive wirklich einige Bälle grossartig ausgegraben. Für uns war es dennoch eine klare Steigerung im Vergleich zum gestrigen Spiel. Heute ist der Funke auch von uns aufs Publikum übergesprungen und die Zuschauer haben uns getragen. Das hat richtig Spass gemacht.»

Faustball. Testländerspiel. in Schlieren: Schweiz vs. Deutschland 3:4 (9:11, 10:12, 11:8, 11:5, 8:11, 12:10, 5:11). Für die Schweiz spielten: Raphael Schlattinger (C), Tim Egolf, Dominik Rhyn, Joël Fehr, Leon Heitz, Luca Flückiger, Yanick Linder, Silvan Jung, Pascal Holenstein und Rico Strassmann.

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