Dreikampf um den Meistertitel bei den Männern

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball


Am kommenden Wochenende fällt die Entscheidung im Kampf um den Schweizer Meistertitel am Final4-Turnier in Kirchberg. Die Titelfavoriten heissen Elgg-Ettenhausen und Diepoldsau, wobei auch Oberentfelden ein Wörtchen mitreden will. In der Rolle des Aussenseiters startet derweil Widnau.

Elgg-Ettenhausen startet als Titelverteidiger und Qualifikationssieger ins Final4-Turnier in Kirchberg. Entsprechend sind die Zürcher im Duell mit dem Qualifikations-Vierten aus Widnau die Favoriten. Das sehen beide Teams so. «Elgg-Ettenhausen hat in der Qualifikation ziemlich souverän durchgespielt und ist sicher zu favorisieren», sagt Widnaus Captain Yanick Linder, dessen Team mit dem Erreichen des Final4-Turniers das Saisonziel bereits erreicht hat.

Die ungewohnte Favoritenrolle
«Wir haben uns sehr intensiv vorbereitet auf das Final4-Turnier und sind definitiv bereit. Gegen Widnau sind wir sicher die klaren Favoriten, aber genau das ist eine Situation, mit der wir uns noch ein wenig schwertun. Und vor allem ist Widnau ein sehr unangenehmer Gegner – ich erwarte darum ein sehr schwieriges Spiel», sagt Nicolas Fehr von der FG Elgg-Ettenhausen. Genau darauf hofft auch Linder. «Wir sind sicher weniger unter Druck und haben nichts zu verlieren. Wenn wir unser Spiel sauber aufbauen können und taktisch clever spielen, können wir das Halbfinale gewinnen.» Was hingegen im Halbfinal für die Favoriten aus Zürich spricht, ist die Tatsache, dass Angreifer Dario Hofer ins Team zurückkehrt. Er fiel zuletzt wegen einer Verletzung länger aus.

Diepoldsau sinnt auf Revanche
Für Spannung ist auch im zweiten Halbfinalspiel gesorgt. Diepoldsau trifft auf Oberentfelden. Dieses Duelll gabs bereits im letzten Sommer im Halbfinal des Final4. Und damals gewannen etwas überraschend die Oberentfelder, die sich danach den ersten Feld Schweizer Meistertitel der Vereinsgeschichte sicherten. Die Rheininsler sinnen also sicherlich auf Revanche und sind in diesem Kräftemessen leicht zu favorisieren. Vor allem weil sie in der laufenden Hallensaison einen sehr starken Eindruck hinterlassen haben – bis auf die letzte Doppelrunde, wo sie personell geschwächt drei Niederlagen kassierten.
Auch vor dem Final4-Turnier ist ein Fragezeichen hinter die Personalsituation bei Diepoldsau zu setzen. Denn noch ist nicht klar, ob Angreifer Christian Lässer sich schnell genug von seiner Verletzung erholt. So oder so ist aber mit Diepoldsau zu rechnen im Kampf um den Schweizer Meistertitel. «Wenn wir mit einer sauberen Aufstellung spielen können, ist der Titel unser Ziel», sagt Malik Müller. «Gegen Oberentfelden wird es entscheiden sein, dass wir den Service unter Kontrolle bringen und konstant zuspielen können.»

Lust auf mehr
Die Oberentfelder ihrerseits hoffen nach einer nicht ganz zufriedenstellenden Qualifikation darauf, die Geschehnisse des letzten Sommers wiederholen zu können. «Wir wissen jetzt, dass wir Diepoldsau auch in einem wichtigen Spiel schlagen können. Das macht natürlich Lust auf mehr und wir wollen angreifen. Wenn wir clever und mit der nötigen Überzeugung spielen, dann können wir das Halbfinale gewinnen», sagt Oberentfeldens Angreifer Tim Egolf.

 

Spielplan
Faustball. Männer. Final4-Turnier, Halbfinals, Samstag 19.2.2022 in Kirchberg, 14 Uhr: Elgg-Ettenhausen vs. Widnau. – 17 Uhr: Diepoldsau vs. Oberentfelden.– Sonntag 20.2.2022, Bronzespiel, 11:30 Uhr: Verlierer Halbfinal 1 vs. Verlierer Halbfinal 2. – Finalspiel, 15:30 Uhr: Gewinner Halbfinal 1 vs. Gewinner Halbfinal 2.

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