Wenn ein Team-Event zur nassen Angelegenheit wird

Von Marcel Haltiner

Alles fing an, nachdem wir uns am 28. Juni um 9 Uhr in Bremgarten trafen. Die meisten wussten nicht, was sie erwarten würde. Vorgegeben wurde von den Trainern lediglich die Packliste. Nach der Ankunft am Hexenturm wurde das Geheimnis gelüftet. Als wir dann die Schwimmwesten, die Kanus und natürlich die Reuss sahen, war der Fall klar. Wir gehen Kanu fahren!

Doch zuerst mussten die Kanus von Hand noch aufgeblasen werden. Das war ein strenger Part. Danach bekamen wir noch einige Anweisungen, wie man sich an den verschiedensten Situationen zu benehmen hat. Nun begann der eigentliche Spass: Es wurden die Kanus ins Wasser gestossen und die wilde Fahrt konnte beginnen.

Bereits nach kurzer Zeit kann einem das Gefühl auf, dass es bestimmt lustig ist andere mit dem Paddel nass zu spritzen. Doch unser Boot suchte sich den falschen Gegner aus und so bespritzten wir das Leiterkanu. Diese zögerten nicht lange, sprangen aus ihrem Boot und hingen sich an unser Kanu heran. Es wurde gerungen und geschwungen und bereits nach kurzer Zeit schwammen meine Bootskollegen und ich im Wasser.

In der Strömung treiben lassen

Jetzt mussten wir nur möglichst schnell unsere Paddel einsammeln und das Kanu wieder umdrehen. Nicht lange dauerte es und wir hatten den tiefen Drang die Kanus der anderen Bootsteams auch kentern zu lassen. Dies war der Anfang einer Zeit, in der man keine zehn Minuten am Stück auf dem Kanu sass. Jeder rammte, bespritzte oder lies die Anderen kentern. Nach dem sich das Bekämpfen langsam beruhigte liessen wir uns noch gemütlich von der Strömung treiben bis wir dann an unserem Grillplatz ankamen.

Am Mittag wurde grilliert und man sprach miteinander und hatte eine lustige Zeit zusammen.

Anschliessend legten wir wieder ab und stachen in See. Wie es zu erwarten war, kenterten die meisten gleich wieder. Trocken blieb an diesem Tag niemand. In der zweiten Etappe der Fahrt begannen wir uns im Gebüsch zu verstecken, um den Letzten aufzulauern. Doch leider funktionierte dies nicht ein einziges Mal. Trotzdem war es ein riesen Spass den Mitspielern zu zusehen wie sie beim Versuch sich unter den überlappenden Bäumen zu verstecken immer wieder kenterten.

Nach rund zwei Stunden kamen wir an unserem Zielort in Gebenstorf an. Dort mussten wir die Kanus reinigen und uns umziehen. Dann verabschiedeten wir uns von einander und jeder ging nach Hause.

 

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