Trotz abgebrochenem Abschlusstraining ist die Nati im Fahrplan

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Heute ist die Schweizer Faustball Nationalmannschaft nach Adelmannsfelden (De) gereist, wo morgen die Europameisterschaft beginnt. Zum Auftakt trifft die Schweiz auf das Team aus Österreich.

Am Donnerstagmorgen hat für die Schweizer Faustball Nationalmannschaft die EM-Kampagne so richtig begonnen. Die Equipe der beiden Nationaltrainer Oliver Lang und Hanspeter Brigger traf sich in Diepoldsau, von wo aus man gemeinsam im Bus nach Adelmannsfelden fuhr - am Steuer sass wie immer in den letzten Jahren René Senn. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Zimmer in einem wenige Kilometer vom EM-Spielort entfernten Landgasthof bezogen, ehe man für ein erstes lockeres Training zum Spielgelände fuhr.
Für Oliver Lang standen in diesem Abschlusstraining zwei Aspekte im Vordergrund. «Einerseits geht es darum, dass wir das Absprungverhalten des Balls auf dem Rasen testen können und andererseits schauen wir auf die äusseren Bedingungen wie Wind und Sonnenstand, denn wir werden morgen zu einer ähnlichen Zeit ebenfalls auf dem Platz stehen», so der Nationalcoach vor dem Training. Doch soweit kam es gar nicht. Nach einem lockeren Aufwärmen mit einigen Lauf- und Ballübungen wurde das Abschlusstraining nämlich von einem heftigen Gewitter mit starken Windböen abrupt unterbrochen. Man entschied daher, das Training nicht mehr weiterzuführen. «Dass wir das Training abbrechen mussten, beunruhigt uns überhaupt nicht. Es gab gar Spieler die meinten, ich hätte noch nie ein so gutes Training geleitet», meinte Oliver Lang mit einem Augenzwinkern.

Auftakt gegen Österreich
Morgen gilt es dann ernst für die Schweizer Faustball Nationalmannschaft. Nach insgesamt vier Testspielen in der Vorbereitung bestreitet die Schweizer Equipe um 11:45 Uhr das erste Pflichtspiel in diesem Jahr. Gegner im ersten EM-Spiel ist Österreich. Die Mannschaft also, gegen die man im letzten Testspiel vor der EM mit 2:4 verloren hat, nachdem man zu Beginn des Spiels noch mit 2:0-Sätzen in Führung gelegen hatte. Morgen können die Schweizer Revanche nehmen. «Wir haben beim Testspiel in Widnau gesehen, dass Österreich eine starke, junge Mannschaft stellt, die einige neue Spieler im Kader hat und insbesondere im Angriff variantenreicher spielt als noch in den letzten Jahren», so Nicolas Fehr. «Der Schlüssel wird sein, dass wir ihren Service im Griff haben. Wenn uns das gelingt, stehen die Chancen gut, dass wir das Spiel für uns entscheiden können.»
Die Vorfreude auf den EM-Auftakt im Schweizer Lager ist gross. Und sie wurde gar noch ein wenig grösser beim Besichtigen der Spielstätte in Adelmannsfelden. «Der Center Court sieht mega aus. Da haben sich die Organisatoren selber übertroffen. In einer solchen Anlage spielen zu können, macht richtig Spass», sagt Nicolas Fehr. Auch Nationaltrainer Oliver Lang gefällt die Anlage. «Klein, fein und mit viel Charme», findet er. «Es ist alles mit sehr viel Liebe gemacht und die Tribüne ist toll. Wir freuen uns riesig, dass es morgen los geht.» 

Mehr Bilder des ersten EM-Tages sind auf Facebook und Instagram zu finden. Den Live Stream gibt es hier.  

Zurück