U18-Männer streben an der EM die Final-Teilnahme an

von Swiss Faustball

 

Fabio Kunz stellte sich im Vorfeld der U18-Europameisterschaften in Kellinghusen für ein Interview zur Verfügung.

 

Wie verlief die Vorbereitungsphase?

Fabio Kunz: Der neue Staff mit Benjamin Kuhn, Daniela von Ah und Simone Hofer funktionierte auf Anhieb sehr gut. So konnten wir uns schneller als erwartet auf die Arbeit mit dem Team einstellen. Aus spielerischer Sicht verlief die Vorbereitung allerdings nicht wie gewünscht. Diverse Spieler mussten auf Trainings und Trainingslager verzichten. Meines Erachtens muss in Zukunft wieder eine konsequente Linie durchgezogen werden. Den Spielern muss bewusst werden, dass eine Schweizer Nationalmannschaft nicht mit einem Vereinstraining zu vergleichen ist und ein Mitmachen keinem Wunschkonzert entspricht.

 

Welche Schwerpunkte wurden mit Blick auf die EM im Training gelegt?

Fabio Kunz: Die Schweiz hat seit mehreren Jahren eine sehr starke und solide Defensive. Auch dieses Jahr stellt dies die Stärke des U18-Teams dar. Die Schwerpunkte in der Vorbereitung lagen daher auf die technischen Abläufe im Defensivbereich (Angriff wie auch Abwehr). Zudem kommt dem mentalen Befinden der Spieler eine immer grössere Bedeutung zu. Ich konnte deshalb Simone Hofer als Mentaltrainerin als neues Mitglied im Staff dazugewinnen.

 

Was bedeutet dir die erstmalige Teilnahme als Cheftrainer an einem EM-Turnier - wie gehst du diese Aufgabe an?

Fabio Kunz: Grundsätzlich hat sich für mich nicht viel geändert. Ich bin seit sieben Jahren dabei und werde mich weiterhin hauptsächlich um die Defensive kümmern, während Benjamin Kuhn den Offensivbereich übernimmt. Wir teilen uns die Arbeiten auf. Neu ist für mich einzig der organisatorische Teil. Ich konnte unter Christian Zbinden sehr viel lernen und abschauen. Nicht nur im Trainingsbereich. Deshalb bin ich erstaunlicherweise recht entspannt und freue mich mit dem neuen Staff und dem Team auf die Europameisterschaft in Kellinghusen.

 

Mit welchen Erwartungen und Zielen reist du mit deinem Team nach Kellinghusen?
Fabio Kunz: Ich möchte, dass jeder nominierte Spieler Vollgas für sich, das Tam und vor allem für die Schweiz gibt. Wenn das jeder einzelne Spieler sich zu Herzen nimmt, werden wir belohnt. Man darf verlieren, aber mit Anstand und Stolz. Die U18-Nationalmannschaft ist der erste Schritt Richtung A-Kader. Ich bin auf jeden einzelnen Spieler Stolz, wenn er den Schritt ins U21- oder A-Kader schafft. Unser eigentliches Ziel wird es sein, über die Halbfinals in den Final zu kommen.

 

Spielplan und Resultate der U18-EM in Kellinghusen

Blog der Schweizer U18-Nationalteams

 

 

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