U18-Männer: Teamweekend im Weisstannental

von Simone Hofer

Am Wochenende vom 9./10. Juli erhält das Weisstannental sportlichen Besuch der U18 Nationalmannschaft der Faustballer. Knapp drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaften in Eibach hat das Team um Trainerduo Fabio Kunz/Benjamin Kuhn einen letzten Zusammenzug, der ohne Taktik und Balltraining absolviert werden soll.

Im Oktober letzten Jahres begann mit einem ersten Sichtungstraining mit rund 120 talentierten jugendlichen Faustballspielern aus der ganzen Schweiz die Vorbereitung auf die diesjährige Weltmeisterschaften in Deutschland. Die folgenden Monate waren geprägt von diversen Stützpunkttrainings, Kaderzusammenzügen, Konditions- und Krafttagen sowie Trainingslagern, in denen hart trainiert und selektioniert wurde. Nun sind die aktuell besten zwölf Nachwuchsfaustballer bestimmt und das WM-Kader 2016 (10 WM-Spieler plus 2 Pikettspieler) steht fest.

Im Zeichen des Teambuildings

Und was macht diese Truppe nun so kurz vor einem wichtigen internationalen Grosswettkampf im Weisstannental? Cheftrainer Fabio Kunz: „Wir haben in den letzten neun Monaten hart trainiert, den Jungs einiges abverlangt und ihnen im Gegenzug auch vieles beigebracht. Kurz vor der Weltmeisterschaft nützt es nichts mehr, an Technik, Taktik oder Kondition zu arbeiten. Jetzt geht es darum, dass Staff und Team und vor allem die Jungs untereinander noch näher zusammenrücken, sich noch besser kennen lernen und sich den letzten mentalen Schliff für die WM holen können. Deshalb organisieren wir jeweils kurz vor einem Jahreshöhepunkt wie die Weltmeisterschaft es ist, ein Teamweekend, bei dem es um alles andere geht als um den Ball.“

Und so wurden für das diesjährige Teamweekend „Chrampfertage“ in einem Holzhüttli ohne Strom und fliessendem Wasser im Weisstannental organisiert. „Die Idee für dieses Vorhaben entstand an einem Trainingsweekend“, berichtet Kunz weiter. „Unsere Mentaltrainerin erzählte von ihrem Alphüttli im Weisstannental und was da an Handwerkerarbeiten alles zu machen sei. Die Jungs waren sofort hell begeistert von dieser Lokation und versprachen tatkräftige Unterstützung.“

Mit Axt, Motorsäge und Hammer

So werden in wenigen Tagen ein Duzend gut trainierte Faustballer ihre Nockenschuhe und Bälle gegen Axt, Motorsäge, Hammer und Säge tauschen und sich im Gut „Bödeli“ oberhalb vom Restaurant Gemsli in Weisstannen nützlich machen. Dabei stehen Treppenbau im Steilhang, Feuerholzunterstand, Kinderspielhaus, WC-Sanierung und Grillstellensitzbänke anstatt Koordination, Kondition, Ballschulung und Taktik auf dem Trainingsplan.

Und mit welchen Zielen reist das junge Team an die Weltmeisterschaft? Dazu noch einmal Fabio Kunz: „Der Koffer ist um eine Medaille schwerer bei der Rückreise“.

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