Wer stoppt Diepoldsaus Frauen?

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Bild: Elias Beck / Swiss Faustball


Am kommenden Wochenende fällt die Entscheidung im Kampf um den Schweizer Meistertitel am Final4-Turnier in Kirchberg. Die Qualifikationssiegerinnen aus Diepoldsau sind die Titelkandidatinnen Nummer eins, aber ganz so klar ist die Ausgangslage dann doch nicht.

In den letzten Jahren waren Diepoldsaus Frauen das Mass der Dinge bei den Frauen. Das Team von Trainer Anton Lässer hat die Dominanz von Jona gebrochen und hat selbst zum Siegeszug angesetzt. Drei Schweizer Meistertitel in Folge haben die Rheininslerinnen in der Zwischenzeit gewonnen und habe auch die Qualifikation auf Rang eins beendet. Allerdings sind sie für einmal nicht durchmarschiert in der Qualifikation, denn gleich zum Auftakt setzte es eine Niederlage ab gegen Kreuzlingen (2:3).
Und genau diese Tatsache lässt die Konkurrenz hoffen. «Es wird eine sehr spannende Ausgangslage. In der Qualifikation haben wir gegen Diepoldsau verloren, Diepoldsau hat dafür gegen Kreuzlingen verloren und wir haben wiederum Kreuzlingen geschlagen. Da ist also vieles möglich, wenn die Tagesform stimmt», sagt Jonas Angreiferin Janine Stoob. Ähnlich sieht das auch Sara Peterhans aus dem Team der Kreuzlingerinnen. «So ausgeglichen wie in diesem Jahr wars schon lange nicht mehr.»

Neuendorf als Aussenseiterinnen
Dass Diepoldsau, Jona und Kreuzlingen nahe beieinander liegen, zeigt auch ein Blick auf die Tabelle. Das Trio hat die Qualifikation je mit 12 Punkten abgeschlossen. Diepoldsau hat sich aber dennoch den Qualifikationssieg geschnappt, denn ausser den drei verlorenen Sätzen gegen Kreuzlingen gewannen die Rheininslerinnen alle Partien mit 3:0 und sind damit trotz der Auftaktniederlage in der Favoritenrolle.
Das gilt insbesondere fürs Halbfinalspiel gegen die Aussenseiterinnen aus Neuendorf. «Wir gehen als Favoritinnen in dieses Turnier und wollen unseren Titel verteidigen. Gegen Neuendorf starten wir mit viel Selbstvertrauen und wollen ihnen unser Spiel aufzwingen», sagt Tanja Bognar. Dieser Ausgangslage sind sich auch die Neuendörferinnen bewusst. «Wir brauchen eine Topleistung, damit wir nicht schon zu Beginn ins Hintertreffen geraten. Denn wenn das geschieht, ist es gegen Diepoldsau sehr schwierig, um wieder ins Spiel zurückzufinden», sagt Captain Simone Gaugler.

Offen Ausgangslage im Halbfinal
Während die Ausgangslage im ersten Halbfinalduell ziemlich klar ist, ist im zweiten Duell kaum ein Favorit auszumachen. Klar: Die Erfahrung und der knappe 3:2-Sieg in der Vorrunde sprechen für Jona. Aber die Kreuzlingerinnen haben in der Vergangenheit wiederholt angedeutet, dass sie durchaus das Potenzial haben, sich fürs Finale zu qualifizieren. Und genau das ist denn auch das Ziel der Kreuzlingerinnen. «Wir setzen alles daran, erstmals den Final zu erreichen», sagt Sara Peterhans. «Gegen Jona müssen wir von Anfang an unser Spiel durchziehen. Wir haben in der Vorrunde den Mix zwischen Ernsthaftigkeit und der nötigen Lockerheit wiedergefunden. Das wollen wir auch im Halbfinal zeigen.» Die Jonerinnen ihrerseits wissen um die Gefährlichkeit der Kreuzlingerinnen. «Wir bereiten uns auf ein schwieriges Spiel vor. Wenn wir gewinnen wollen, braucht es eine kompakte Mannschaftsleistung und die nötige Überzeugung in unserem Spiel», sagt Janine Stoob.

 

Spielplan
Faustball. Frauen. Final4-Turnier, Halbfinals, Samstag 19.2.2022 in Kirchberg, 12:45 Uhr: Diepoldsau vs. Neuendorf. – 15:45 Uhr: Kreuzlingen vs. Jona.– Sonntag 20.2.2022, Bronzespiel, 11:30 Uhr: Verlierer Halbfinal 1 vs. Verlierer Halbfinal 2. – Finalspiel, 15:30 Uhr: Gewinner Halbfinal 1 vs. Gewinner Halbfinal 2.

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