Das Schweizer Team für die EM in Dänemark steht
von Fabio Baranzini
Der neue Schweizer Nationaltrainer Hartmut Maus hat sein EM-Kader bekannt gegeben. Mit dabei sind fünf Spieler, die bisher noch nie für die Schweiz an einem grossen Turnier aufgelaufen sind.
Nach den World Games, die für die Schweizer mit dem enttäuschenden vierten Rang geendet hatten, gabs einen Umbruch im Team. An der Seitenlinie steht neu Hartmut Maus, der das Amt von Fabio Kunz übernommen hat. Und auch auf dem Spielfeld werden an der EM in Dänemark, die vom 12. bis 15 August stattfindet, einige neue Gesichter zu sehen sein. Nachdem Mittelmann und Abwehrspieler Malik Müller seinen Rücktritt aus dem Nationalteam gegeben hatte, sowie das Quartett Marcel Haltiner, Leon Heitz, Nicolas Fehr und Rico Strassmann in diesem Jahr nicht für das Nationalteam zur Verfügung steht, hat Hartmut Maus neue Spieler ins Nationalteam berufen.
Ein Angreifer und ein Abwehr-Quartett
Im Angriff stösst Swen Bolliger vom STV Oberentfelden dazu. Der grossgewachsene Servicespezialist wird an der Seite der drei bewährten Angreifer Raphael Schlattinger (TSV Calw), Dominik Rhyn (FB Neuendorf) und Joël Fehr (FG Elgg-Ettenhausen) spielen. Letzterer hat sich erfreulich schnell von seiner Verletzung erholt und ist für die EM wieder einsatzbereit. Auf der Mitte Position wird neben Roman Haltiner, der schon Turniere für die Schweizer Nati bestritten hat, erstmals auch Luca Wild (FG Rickenbach-Wilen) mit dabei sein. Gleich drei Neulinge laufen in der Abwehr auf. Es sind dies Marco Bognar, Jun Heule und Gian Kunz (alle FB Widnau). Der einzige Abwehrspieler mit Turniererfahrung ist Cédric Steinbauer (STV Affeltrangen).
Medaille als Ziel
Trainer Hartmut Maus, der seit April im Amt ist, ist zufrieden mit der Vorbereitung, warnt aber vor zu hohen Erwartungen. «Wir hatten einen Umbruch im Team und haben nun eine sehr junge Mannschaft, die noch nicht viel Erfahrung an grossen Turnieren hat», so Maus und fügt an: «Deutschland und Österreich schätze ich stärker ein als uns, aber wir werden auf und neben dem Platz alles versuchen, so nah wie möglich an die beiden heranzukommen und wer weiss – wenn bei uns alles passt, liegt vielleicht dennoch etwas drin.» Das Ziel für die EM in Dänemark ist eine EM-Medaille. Das soll ein erster Schritt in Richtung World Games 2029 in Karlsruhe sein.