Nichts zu holen gegen Österreich – 1:3-Niederlage zum Start
von Fabio Baranzini
Die Schweizer Faustball Nationalmannschaft verliert das Auftaktspiel der Heim-EM gegen Österreich klar mit 1:3. Damit verpassen die Schweizer einen Exploit gegen die favorisierten Österreicher.
Der Start in dieses Eröffnungsspiel ist den Schweizer überhaupt nicht gelungen. 6:11, 6:11, 6:9 lagen sie gegen die stark aufspielenden Österreicher im Rückstand. Zwei Punkte fehlten den Österreichern noch zum souveränen 3:0-Startsieg. Doch mit dem Rücken zur Wand konnten sich die Schweizer plötzlich steigern. Nach einem abgewehrten Matchball beim Stand von 9:10 erkämpften sie sich bei 11:10 ihrerseits den ersten Satzball. Zwar konnten sie den ersten Satzball noch nicht verwerten, aber nun waren die Schweizer auf Augenhöhe mit den Österreichern und auch die Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne in der kleinen Allmend in Frauenfeld waren nun in Stimmung. Den insgesamt vierten Satzball konnten die Schweizer dann in der Person von Dominik Rhyn zum 15:13 verwerten. Statt 0:3 hiess es nun plötzlich 1:2. Ging da für die Schweizer doch noch was in diesem Eröffnungsspiel?
Österreich zu stark im vierten Durchgang
In der Konstellation Raphael Schlattinger und Dominik Rhyn im Angriff, Cédric Steinbauer in der Mitte, sowie Nicolas Fehr und Leon Heitz auf den Flügeln gings auch in den vierten Satz. Doch dort konnten die Schweizer den Schwung des Satzgewinns nicht mitnehmen. Schnell gerieten sie mit 1:4 ins Hintertreffen. Nationaltrainer Adrian Schär, der in den ersten zwei Sätzen etliche Wechsel vorgenommen hatte (Joel Fehr, Tim Egolf und Roman Haltiner kamen zu Einsätzen), verzichtete diesmal auf weitere personelle Änderungen. Die Schweizer waren mit dieser Aufstellung aber nicht mehr in der Lage zu reagieren. Die Österreicher zogen ihr Ding souverän durch und holten sich den dritten Satz mit 11:5. Trainer Adrian Schär zog folgende Bilanz nach dem Spiel: «Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht mit Eigenfehlern und ungenauen Zuspielen in den drei Sätzen, die wir verlieren. Im dritten Satz haben wir gezeigt, was möglich wäre. Ich bin aber zufrieden, wie wir als Mannschaft auf dem Feld aufgetreten sind und wie wir uns im dritten Satz wieder in die Partie gekämpft haben.»
Für die Schweizer geht es morgen weiter mit den nächsten beiden Gruppenspielen. Um 14:30 Uhr wartet das Duell mit Italien. Abends um 19:30 Uhr folgt dann der nächste Kracher gegen Weltmeister Deutschland.
Faustball Europameisterschaften der Männer in Frauenfeld. Gruppenspiel: Schweiz vs. Österreich 1:3 (6:11, 6:11, 15:13, 5:11)