Offene Ausgangslage am Final4-Turnier der Männer
von Fabio Baranzini
Am kommenden Wochenende findet in Wängi das Final4-Turnier statt, wo die besten vier Männerequipen der Qualifikation um den Schweizer Meistertitel in der Halle kämpfen. Einen klaren Favoriten zu bestimmen, ist dabei kaum möglich.
Es verspricht ein spannendes Final4-Turnier zu werden bei den Männern, denn jedes Team kann Argumente für sich in die Waagschale werfen. Oberentfelden startet als Titelverteidiger und Qualifikationssieger. Diepoldsau bringt viel Routine mit und hat in der Qualifikation – bis auf die letzte Runde – einen richtig starken Eindruck hinterlassen. Elgg-Ettenhausen hat in der Qualifikation gezeigt, dass der Feld Schweizer Meistertitel alles andere als Zufall war und auch in der Halle mit ihnen zu rechnen ist. Und Affeltrangen bringt durchaus das Potenzial mit, die anderen Teams zu schlagen – vor allem, weil das Final4 Turnier für sie ein Heimspiel ist. Gespielt wird in der Halle in Wängi und der STV Affeltrangen ist der Organisator des Hallen-Saisonhighlights.
Oberentfelden mit leichten Vorteilen
Im ersten Halbfinal kämpfen Titelverteidiger Oberentfelden und Affeltrangen um den Finaleinzug. Die letzten Duelle waren allesamt umkämpft, gingen jedoch jeweils zu Gunsten von Oberentfelden aus. Eines davon war das Bronzespiel am Feld-Final4-Turnier, wo Oberentfelden nach abgewehrten Matchbällen noch gewann. In der Qualifikation siegten die Aargauer mit 3:1 und 3:2. «Wir wissen, was es braucht, um Affeltrangen zu schlagen. Wir sind uns aber bewusst, dass wir unser Potenzial voll ausschöpfen müssen, um den Finaleinzug zu schaffen. Wir wollen unseren Titel verteidigen, sehen aber aktuell kein Team als klaren Favoriten», sagt Ramon Hochstrasser, Captain der Oberentfelder. Praktisch identisch ist die Zielsetzung der Affeltranger. Angreifer Marcel Haltiner sagt: «Unser Ziel ist die Goldmedaille. Wir haben gegen Oberentfelden in dieser Saison zwei Mal knapp verloren, haben aber gezeigt, dass wir das Spiel auch auf unsere Seite ziehen können.»
50:50-Spiel
Das zweite Halbfinalduell lautet Diepoldsau gegen Elgg-Ettenhausen. In diesem Spiel einen Favoriten auszumachen, ist aufgrund der Resultate in der Vorrunde nicht möglich. Beide Direktbegegnungen gingen über die volle Distanz, wobei beide Teams je einmal mit 3:2 gewinnen konnten – ein klassisches 50:50 Spiel also. Laurin Juen, Angreifer bei Diepoldsau, sagt: «Wir haben eine tolle Vorrunde gespielt und sind bereit für das Halbfinale. Wir wollen den Titel zurückholen, wobei die grosse Erfahrung in unserem Team für uns sprechen könnte.» Leon Heitz, Abwehrspieler der FG Elgg-Ettenhausen, fasst die Ausgangslage für sein Team wie folgt zusammen: «Unser Fokus liegt voll und ganz auf dem Halbfinal gegen Diepoldsau. Sollten wir da gewinnen, wollen wir im Final natürlich Gold holen. Ich erwarte jedoch bereits im Halbfinal einen offenen Schlagabtausch, denn ich sehe alle vier Teams auf Augenhöhe. Wer am Tag X seine Bestleistung abrufen kann, wird den Titel holen.»
Kampf um den letzten NLA-Platz
Ebenfalls im Rahmen des Final4-Turniers wird die NLA/B Barrage ausgetragen. Gekämpft wird um den letzten freien NLA-Platz für die nächste Hallensaison. Drei Teams kommen dafür in Frage: Jona, der Tabellenletzte aus der Nationalliga A, Rickenbach-Wilen, der NLB-Meister aus der Ost-Gruppe, und Vordemwald, das bestklassierte, aufstiegsberechtigte Team aus der West-Gruppe. Die drei Teams spielen alle je einmal gegeneinander.
Spielplan:
Faustball. Nationalliga A. Männer. Final4, Samstag, 28. Februar 2026, in Wängi, 14:45 Uhr: Oberentfelden vs. Affeltrangen. – 17:15 Uhr: Elgg-Ettenhausen vs. Diepoldsau. – Sonntag, 1. März 2026, 11:15 Uhr: Bronzespiel der Männer.– 15 Uhr: Finalspiel der Männer
Faustball. Nationalliga A/B Männer. Barrage, Samstag, 28. Februar 2026, in Wängi, 9:30 Uhr: Rickenbach-Wilen vs. Vordemwald, Verlierer Spiel 1 vs. Jona, Sieger Spiel 1 vs. Jona.
Livestream:
Die Partien des Final4-Turniers werden im kommentierten Livestream übertragen. Hier die Links dazu: