Tag 2: Frauen Nati nach der Gruppenphase auf Rang 2
von Fabio Baranzini
Tag zwei in Reiden: Die U18 Frauen und Männer bestritten ihre nächsten WM-Gruppenspiele und die Schweizer A Nationalmannschaft griff an der EM erstmals ins Spielgeschehen ein. Wir haben für euch die Zusammenfassung.
Das Schweizer A-Nationalteam der Frauen bestritt heute ihre vier Gruppenspiele an der Heim-EM. Die Schweizerinnen zeigten in ihren ersten drei Spielen drei souveräne Auftritte. Gegen die Aussenseiterinnen aus Namibia, die ausser Konkurrenz mitspielen, und Serbien siegten sie klar mit 2:0. Und auch gegen Österreich, das auf Augenhöhe mit der Schweiz einzustufen ist, bekundeten die Schweizerinnen überraschend wenig Probleme und siegten ebenfalls ohne Satzverlust (2:0).
Wo die Schweizerinnen wirklich stehen, zeigte sich dann im letzten Spiel des Tages, wo sich das Team von Trainer Oliver Lang auf dem Center Court mit den grossen Favoritinnen aus Deutschland gemessen hat. Für die Schweizerinnen gabs in diesem Spiel leider nicht viel zu holen, dafür spielten die Deutschen schlicht zu stark auf. «Sie waren einfach besser als wir, das müssen wir so akzeptieren. Wir haben aber in den drei Partien zuvor wirklich gute Leistungen gezeigt. Morgen im Halbfinal zählts und wir werden bereit sein», sagt Trainer Oliver Lang. In diesem Halbfinal spielen die Schweizerinnen erneut gegen Österreich.
Knappe Niederlage gegen Brasilien
Die U18-Jungs starteten den zweiten WM-Tag mit einem veritablen Krimi gegen Brasilien. Die Schweizer konnten sich zwischenzeitlich eine 2:1 Satzführung erspielen, verloren am Ende aber dennoch knapp mit 2:3. Den Entscheidungssatz mussten sie nach einer Aufholjagd mit 9:11 den Südamerikanern überlassen. «Es war eine gute Leistung, aber wir hatten in der Offensive leider ein paar Eigenfehler zu viel drin», analysierte Trainer Christian Götsch nach dem Spiel.
In der zweiten Partie des Tages duellierten sich die Schweizer dann mit Chile. Die Favoritenrolle lag diesmal klar auf Seiten der Jungs von Christian Götsch. Und dieser Rolle wurden sie auch gerecht. Mit 3:0 erledigten sie die Pflicht souverän und beendeten den Tag mit einem klaren Sieg. «Wir sind sehr zufrieden mit diesem Match und konnten unser Spiel durchziehen. Wir konnten auch alle unsere jungen Spieler einsetzen. Das war super», so Captain Finn Manhart.
Nichts zu holen
Die U18 Frauen hatten am heutigen Tag nur ein Spiel zu bestreiten und zwar gegen die souveränen Tabellenführerinnen aus Deutschland. Entsprechend klar war die Ausgangslage vor dem Spiel: Alles andere als ein Sieg der Deutschen wäre eine Sensation gewesen. Die Schweizerinnen wehrten sich nach Kräften, mussten am Ende aber neidlos anerkennen, dass Deutschland schlicht eine Klasse besser war. «Deutschland war deutlich besser als wir. Sie haben uns phasenweise überrollt, auch wenn wir alles versucht haben, was in unserer Macht stand. Sie haben auf jeder Position absolute Topspielerinnen und haben darum hochverdient gewonnen», so Trainer Andri Kaiser direkt nach dem Spiel.