Teilnahme eines Spielers ohne Schweizer Pass an den World Games 2025 und künftige Nominierungsregelung
von Swiss Faustball
Vor den World Games 2025 in Chengdu, China, stand Swiss Faustball vor der Frage, ob ein Spieler, der seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt, die Swiss Olympic Card besitzt und das Schweizer Bürgerrecht anstrebt, im Nationalteam eingesetzt werden darf. Swiss Faustball stellte bei der International Fistball Association (IFA) ein Gesuch, das genehmigt wurde – eine Ausnahme, die ausdrücklich in der Spielordnung vorgesehen ist.
Nach der Bewilligung reichte ein Verein bei der Mitgliederversammlung einen Antrag ein, künftig keine Spieler*innen ohne Schweizer Pass zu nominieren. In einer konsultativen Abstimmung unter den Vereinen stimmten 27 gegen die Zulassung, 19 dafür, 6 enthielten sich.
Das Präsidium entschied aus strategischen Gründen, die Teilnahme des Spielers an den World Games 2025 zu genehmigen, in Einbezug des Konsultativergebnisses, unter Berücksichtigung der erteilten IFA-Ausnahmebewilligung und der sportlichen Zielsetzung der Nationalmannschaft.
Der Entscheid wurde von der Mehrheit positiv aufgenommen. Einzelne Faustballer*innen reagierten jedoch mit starker Kritik, Drohgebärden und teils verbalen Angriffen auf Funktionär*innen und den Nationaltrainer. Swiss Faustball betont, dass konstruktive Kritik willkommen ist, respektloses Verhalten jedoch nicht akzeptiert wird. Gleichzeitig erwartet Swiss Faustball, dass sich die vereinzelten, im Hintergrund oder anonym agierenden Akteure bis 20. März’26 beim Präsidenten von Swiss Faustball, Franco Giori, melden, um das Gesagte und die offenen Punkte gemeinsam sachlich zu klären.
Nach den World Games hat das Präsidium die Vorgänge überprüft, Lehren aus den Ereignissen gezogen und die reputationsbezogenen Auswirkungen analysiert. Im Dezember 2025 reichte Swiss Faustball bei der IFA einen formellen Antrag auf Anpassung der Spielordnung ein, um die Teilnahmeberechtigung künftig eindeutig zu regeln. Ein Entscheid wird frühestens im April 2026 erwartet.
Künftige Nominierungen:
Unabhängig vom Ausgang der IFA-Entscheidung hat das Präsidum von Swiss Faustball an der letzten Präsidiumssitzung entschieden, dass nur noch Spieler*innen mit Schweizer Staatsangehörigkeit für die Nationalmannschaft berücksichtigt werden. Ausnahmen gelten ausschliesslich für Spieler*innen aus Staaten, die nicht Mitglied der IFA sind. Diese Regelung soll Transparenz schaffen, Interpretationsspielräume reduzieren und die Reputation von Swiss Faustball schützen. Swiss Faustball betont, dass diese Massnahme keine Bewertung der bisherigen Leistungen der betroffenen Spieler*innen darstellt, die in den vergangenen Jahren wesentliche Beiträge zur Entwicklung des Schweizer Faustballsports geleistet haben. Für Rückfragen steht Präsident Franco Giori zur Verfügung.