WM-Tag 1: Zwei Siege für die Männer, Frauen couragiert aber ohne Sieg
von Fabio Baranzini
An der U18 Heim-WM in Reiden starten die Schweizer Teams unterschiedlich ins Turnier. Die Jungs gewinnen zwei von drei Spielen, während die Frauen zwei Niederlagen in Kauf nehmen mussten.
Tag eins an den U18 Heim Weltmeisterschaften in Reiden für die Schweizer Teams: Zuerst griffen die Jungs von Trainer Christian Götsch ins Turniergeschehen ein. Sie trafen in ihren ersten beiden Partien auf die Aussenseiter aus Namibia und Neuseeland. Für die Schweizer gabs die erwarteten zwei Siege, aber die U18-Jungs konnten dabei nicht restlos überzeugen. «Wir konnten unseren Gameplan in beiden Spielen nicht wie gewünscht umsetzen. Eine gewisse Nervosität konnten wir nicht verbergen, aber das ist auch verständlich. Schliesslich ist es für sechs meiner zehn Spieler das erste grosse Turnier für die Schweizer Nati und dann erst noch vor heimischem Publikum», so Christian Götsch. Gegen Namibia gewannen die Schweizer zum Auftakt nach verlorenem Startsatz mit 3:1, gegen Neuseeland im Anschluss mit 3:0.
Zum Abschluss des ersten Spieltags trafen die Schweizer dann noch auf Deutschland. Und das war der erste richtige Gradmesser, zählen die Deutschen doch wie immer zu den Titelfavoriten. Die Schweizer konnten ihr Spielniveau dann im Vergleich zu den ersten beiden Spielen auch deutlich steigern – vor allem im dritten Satz spielten sie angeführt vom starken Angreifer Nico Frei stark auf. Letztlich mussten die Schweizer sich dann Deutschland aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben.
Couragierte Auftritte
Die U18 Frauen sahen sich mit Brasilien und Österreich zum Auftakt gleich zwei happigen Gegnern konfrontiert. Gegen Brasilien zeigten die Schweizerinnen einen couragierten Auftritt und vermochten positiv zu überraschen. Die Spielerinnen von Andri Kaiser und Sabine Pfister konnten den ersten Satz mit 11:8 für sich entscheiden und auch in den folgenden drei Sätzen gut mit den favorisierten Südamerikanerinnen mithalten. Eine gute Leistung gemessen daran, dass die Schweizerinnen vor allem im Angriff mit sehr jungen und noch unerfahrenen Spielerinnen aufgelaufen sind. Das sah auch Trainer Andri Kaiser so: «Wir waren auf Augenhöhe mit Brasilien und hätten das Spiel durchaus in einen fünften Satz bringen oder gar gewinnen können. Das war wirklich gut.»
Im zweiten Spiel warteten dann die Österreicherinnen. Und die zeigten in den ersten beiden Sätzen, warum sie zu den Titelanwärterinnen gehören. Die Schweizerinnen konnten sich dann aber im dritten Satz steigern, zu einem Satzgewinn reichte es dann aber doch nicht. «Es ärgert mich ein wenig, dass wir Österreich keinen Satz abnehmen konnten. Insgesamt bin ich aber mega stolz auf meine Spielerinnen, wie sie hier vor Heimpublikum aufgetreten sind», so Andri Kaiser.