WM-Tag 3: Beide U18-Teams im Bronzespiel

von Fabio Baranzini

Bild: Stefan Pühringer / IFA


Die Schweizer U18 Jungs hatten sich den WM-Final zum Ziel gesetzt, verpassen diesen aber nach einer Halbfinalniederlage gegen Deutschland (0:3). Die Schweizer U18-Frauen dagegen dürfen mit dem Erreichen der Halbfinals zufrieden sein.

Die Schweizer Männer bestritten am Vormittag das letzte Gruppenspiel gegen Österreich und mussten sich dabei mit 1:3 geschlagen geben. Somit beendeten die Schweizer die Vorrunde auf dem vierten Rang, was zur Folge hatte, dass im Halbfinal der Qualifikationssieger aus Deutschland wartete. Eine hohe Hürde, um das grosse Ziel «WM-Final» doch noch zu erreichen. Die Schweizer vermochten den Favoriten aus Deutschland zu fordern – vor allem in den ersten beiden Sätzen.

Als es jedoch in die jeweils entscheidenden Phasen ging, überzeugte Deutschland mit der nötigen Clever- und Coolness, während den Schweizern der eine oder andere Eigenfehler unterlief. «Wir kämpften uns in jedem Satz gut ran, müssen dann aber zu oft anlaufen, um einen Punkt zu gewinnen», sagte ein sichtlich enttäuschter Trainer Christian Götsch wenige Minuten nach dem verlorenen Halbfinal. Die Schweizer treffen morgen im Spiel um Bronze auf das Team aus Brasilien.

Bild: Noelia Rüegger / IFA


Krimi gegen Chile
Die U18 Frauen bestritten am Vormittag ihr Viertelfinalspiel gegen Chile, das in der zweiten Gruppe den Gruppensieg erreicht hatte. Die Südamerikanerinnen duften also auf keinen Fall unterschätzt werden. Das bekamen die Schweizerinnen besonders in der Anfangsphase zu spüren. Satz Nummer eins ging mit 11:7 an die Chileninnen. Die jungen Schweizerinnen zeigten in der Folge aber eine Reaktion und konnten sich steigern. Drei Sätze lang war die Partie weiterhin hart umkämpft, doch die Schweizerinnen konnten in den ganz engen Situationen die Punkte für sich entscheiden. Besonders wichtig war das in Satz Nummer drei, als die Schweizerinnen zwei Satzbälle abwehren mussten. Letztlich setzten sie sich aber mit 11:8, 13:11, 14:12 durch. «Die Stimmung von draussen war enorm wichtig für uns. Wir haben uns gegenseitig motiviert und gut gekämpft», sagt Lena Frei. «Am Ende waren wir alle mega nervös, aber zum Glück konnten wir uns am Ende durchsetzen», freute sich Lea Brühwiler nach dem Viertelfinalsieg.

Im Halbfinale wartete dann das Team aus Deutschland, gegen das die Schweizerinnen gestern keine Chance hatten. Auch diesmal endete das Spiel mit 0:3, aber das Team von Andri Kaiser und Sabine Pfister konnte sich steigern im Vergleich zur Vorrunde. Vor allem in Satz Nummer zwei, als sie die Chance auf ein zwischenzeitliches 10:10 hatten. «Wir haben gegen Chile Charakter gezeigt und über den Kampf das Spiel gewonnen. Und auch im Halbfinal haben wir phasenweise sehr gut gespielt. Insgesamt haben wir uns super verkauft und das Maximum herausgeholt», zeigte sich Andri Kaiser zufrieden. Morgen wartet nun das Bronzespiel gegen Brasilien.

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