Zwei Mal EM-Bronze – Schweizer U21-Teams erfüllen die Pflicht

von Fabio Baranzini


An den U21 Europameisterschaften verpassen die Schweizer Teams einen Exploit und klassieren sich am Ende des Turniers jeweils auf dem dritten Rang. Die Schweizerinnen waren ganz nah dran am Gruppensieg.  

Die Schweizer U21 Frauen standen dem Gruppensieg in der Vorrunde ganz nahe. Nach einem Pflichtsieg gegen Italien (2:0) und einem überraschenden Erfolg gegen die Titelverteidigerinnen aus Deutschland (2:0) mussten sie im abschliessenden Gruppenspiel gegen Österreich noch einen Satz gewinnen, um die Vorrunde auf Rang eins abzuschliessen. Dies wäre gleichbedeutend gewesen mit der fast sicheren Finalqualifikation, da im Halbfinale die Aussenseiterinnen aus Italien gewartet hätten.

Doch die Schweizerinnen verpassten es hauchdünn, den erforderlichen Satzgewinn gegen Österreich zu realisieren. Im zweiten Satz ging der entscheidende Punkt bei 14:14 an Österreich. Und so landeten die Schweizerinnen in der Endabrechnung auf dem dritten Rang, obwohl sie gleich viele Punkte geholt hatten wie Deutschland und Österreich und auch dieselbe Satzdifferenz aufwiesen (4:2). Dies weil die Differenz der gewonnen Punkte bei den Schweizerinnen am schwächsten war von den drei Topteams.

Knackpunkt war das letzte Gruppenspiel
So ging es für die Schweizerinnen am zweiten Tag im Halbfinal erneut gegen Österreich. Über die gesamte Partie hinweg fanden die Schweizerinnen nie richtig ins Spiel. Sie bekundeten einerseits Mühe mit den Angaben und Angriffen der Österreicherinnen und waren ihrerseits im Spielaufbau oftmals zu ungenau. So setzte es für die Schweizerinnen in diesem Halbfinalspiel eine klare 0:3-Niederlage ab. Im abschliessenden Bronzespiel gegen Italien liessen die Schweizerinnen dann nichts mehr abrennen und siegten klar mit 3:0. Damit gibt es für die Schweizerinnen wie im Vorjahr die Bronzemedaille. «Wir haben die Pflicht erfüllt, aber es war mega schade, dass wir den Halbfinal so klar verloren haben. Der Knackpunkt war aber sicher der knapp verpasste Gruppensieg am ersten EM-Tag», sagt Abwehrspielerin Lisa Walker.


Steigerung im Halbfinal
Die Männer hatten im Vorjahr überraschend das EM-Finale erreicht. In diesem Jahr haben sie es nun verpasst, ins letzte Spiel des Turniers einzuziehen. In der Vorrunde erledigten sie die Pflicht und schlugen die Aussenseiter aus Italien und Tschechien klar. Allerdings verloren sie ebenso klar gegen Deutschland und Österreich (je 0:2). Im Halbfinale, wo sie wie die Frauen auf Österreich trafen, verkauften sich die Schweizer dann aber klar besser als noch in der Vorrunde. Nach zwei Sätzen stand es 1:1, doch in der Folge waren es die Österreicher, die das Spieldiktat an sich reissen und die Partie mit 3:1 gewinnen konnten.

Damit mussten auch die Schweizer Männer den Gang ins Bronzespiel antreten und auch dort wartete Italien. Genau wie die Frauen siegten auch die Männer in diesem Spiel ohne Probleme und sicherten sich so letztlich souverän die Bronzemedaille. «Unsere Gruppenhase war nicht top, aber wir haben ein gutes Halbfinale gegen Österreich gezeigt. Natürlich haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht, aber das ist dem Risiko geschuldet, das wir nehmen müssen, um gegen Österreich mithalten zu können. Im Spiel gegen Italien haben wir nochmals eine gute Leistung gezeigt zum Abschluss», bilanzierte Trainer Valentin Eitzinger nach dem Turnier.


Resultate:
Faustball. U21 Europameisterschaften der Frauen. In München. Vorrunde: Schweiz vs. Italien 2:0 (11:9, 11:5), Schweiz vs. Deutschland 2:0 (11:8, 13:11), Schweiz vs. Österreich 0:2 (7:11, 14:15). – Halbfinal: Schweiz vs. Österreich 0:3 (8:11, 7:11, 6:11). Bronzespiel: Schweiz vs. Italien 3:0 (11:4, 11:7, 11:7)

Faustball. U21 Europameisterschaften der Männer. In München. Vorrunde: Schweiz vs. Italien 2:0 (11:6, 12:10), Schweiz vs. Österreich 0:2 (8:11, 6:11), Schweiz vs. Deutschland 0:2 (6:11, 4:11), Schweiz vs. Tschechien 2:0 (11:5, 11:1). – Halbfinal: Schweiz vs. Österreich 1:3 (8:11, 11:9, 5:11, 7:11). Bronzespiel: Schweiz vs. Italien 3:0 (12:10, 11:3, 11:3)

 

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